Vorbild an der Natur

Bei solchen technischen Problemen kann man sich häufig ein Vorbild an der Tier- und Pflanzenwelt nehmen. Dies ist auch im Bereich der frühzeitigen Brandmeldung möglich. Der Kiefernprachtkäfer ist mit seinen Infrarotorganen in der Lage, Brände zu orten. Das Vorbild aus der Natur ist allerdings nicht darauf aus sich rechtzeitig vor dem Feuer in Sicherheit zu bringen, sondern möchte die Asche des verbrannten Materials zur Eiablage nutzen. Der Kiefernprachtkäfer nutzt demnach Waldbrände, welche er sogar aus 80km Entfernung noch aufspüren kann, zur Fortpflanzung. Damit besetzt er eine ökologische Nische, da eine Eiablage in verbranntem Holz sonst kaum vorkommt und sich somit die Eier ohne Konkurrenzdruck entwickeln können.

Wissenswertes zum Kiefernprachtkäfer

Kiefernprachtkäfer
Der Kiefernprachtkäfer
©AG Prof. Schmitz
Der schwarze Kiefernprachtkäfer gehört der Familie der Prachtkäfer an und kommt in Mitteleuropa mit ungefähr 15 Arten vor.

Man findet ihn allerdings auch in Teilen Asiens, Nordamerika oder in der Karibik. Mit einer Körpergröße von 8-11mm gehört der Kiefernprachtkäfer allerdings nicht zu den Größten. Seine Färbung ist durchgehend schwarz. Bekannt ist der schwarze Kiefernprachtkäfer für seine Pyrophilie, also die Liebe zum Feuer. Wie schon erwähnt, besitzt dieser Käfer aus diesem Grund ein Sinnesorgan, mit welchem er Wärme spüren und orten kann. Durch weitere Sensoren in den Fühlern kann der Käfer zusätzlich noch Rauch aufspüren. Die Eiablage in verkohlten Holzresten findet im Zeitraum von Juni bis Oktober statt. Erst meist 2 Jahre später entsteht aus dieser Verpuppung ein neuer Käfer.