Entdeckungsgeschichte:

Als 1970 der Tübinger Paläontologe und Zoologe Professor Wolf-Ernst Reif fossile Haiarten untersuchte, fiel ihm bei der Untersuchung unter dem Mikroskop auf, dass die Hautschuppen feine Längsriefen besitzen. Da alle Längsriefen in Strömungsrichtung verliefen, erkannte er folgenden Zusammenhang: "Je feiner und ausgeprägter die Rillen, umso schneller schwimmt der Hai". Dies war der Beginn der Entdeckungsgeschichte der Haihaut, woraus später die Ribletfolie entstand.

Doch bevor es dazu kam, musste ein passendes Ereignis stattfinden, denn in der Schifffahrt ist der Nutzen der Ribletfolie enorm wichtig. Die Eigenschaft der Haihaut, dass sich keine Organismen an ihre Oberfläche anlagern können, würde im übertragenden Sinne bedeuten, dass Schiffrümpfe in Zukunft weniger von Bewuchs durch Seepocken, Algen oder Muscheln befallen werden. Als Folge daraus wird der Widerstand um bis zu 15% erniedrigt. Weiteres dazu im Punkt "Anwendungsmöglichkeiten".

Zuvor wurde das Problem des Bewuchses mit chemischen "Antifouling"-Anstrichen gelöst. Diese waren jedoch hochgiftig und schädlich für die Umwelt, weswegen sie richtigerweise verboten wurden und so ein Problem für die Schifffahrer erneut auftrat. Doch Bremer Bionikern ist es gelungen, einen alternativen, ungiftigen Anstrich nach dem Vorbild der Haihaut nachzubilden.